Donnerstag, 17. November 2005

Brr - zwischen Bettlermarsch und Nobelpreis

Von gkemme, 19:49

Der Spielbudenplatz ist da, wo auch Mamma Mia tanzt oder das Schmidt's-Theater Stimmung verbreitet. Da hatte sich ein St.Pauli-Völkchen versammelt, deren Betteldosen auch Programm waren: Der Bettlermarsch gegen Armut und für unser Club-Geld. Ich trug ein Schild mit dem BB-Spruch Meine Herren, urteilen Sie selbst, ist das ein Leben? Bin ja eher Komiker - aber heute war linke Agitation Haupthema auf der Tagesordnung. Etwas Konzentration, dann hatte ich die notwendige sozialistische Härte im Blick:

Es ging dann den Hamburger Berg hinauf mit Hafenblick auf die frisch eingedockte Queen Mary immer mit Musik und Sprechchören. Alles friedlich verlaufen, sogar einige kleine Zeitungsnotizen.

Wer aufmerksam das Wissenschaftsgeschehen verfolgt, wird zeitweise was über die Verleihung von Nobelpreisen hören. Allerdings liest man dann manchmal, dass es eine Teilung oder gar Drittelung dieses Preises für ausgezeichnete Leistungen in Kunst oder Wissenschaft gegeben hat. Hier hat es Aufmunterung für mich gegeben: Plötzlich knallt ein Freund mir seine Pranke auf die Schulter und meint, dass es bei mir sicherlich einen doppelten Nobelpreis in Physik und Literatur geben wird. Heh, der kennt mich! Also bin dran: In den Naturwissenschaften dreht sich alles noch um die Gezeiten und die Übertragungskanäle für hochfrequente Schwingungen und die neue Story ist eigentlich immer noch die alte Serie über die Ermittlungen der Milchstraßen-Polizei - allerdings mit einem neuen Fall, der sich um einen Täter dreht, welcher die Gravitation für einen Planeten versaut hat. Oh Gott, was ist mir schlecht, wenn ich an meinen ganz schnöden Gelderwerb denke: Tagesjobs zwischen Tannbaum-Verkauf und Holzhaus-Montage - da mach ich lieber den Marktschreier mit Zeit-Zeit-Zeitung!

MfG Gerhard Kemme


Donnerstag, 03. November 2005

Auf Reisen

Von gkemme, 19:19

Den Krankenhaus-Termin hab ich nun abgehakt - jetzt musste ich erstmal wieder dem Asphalt-Dschungel der Elb-Metropole entkommen. So auf Reisen geht das immer gern mal zu meiner Namensstadt. Kornfelder so weit das Auge reicht und dann endlich sehe ich die Stadt "Kemme" und lösche meinen Superdurst mit einer Cola. Da ich im Internet noch viel Grundsätzliches erledigen musste, bin ich mit dem Ausspinnen einer neuen Geschichte noch wenig voran gekommen.  


Mittwoch, 02. November 2005

Tag der offenen

Von gkemme, 23:33

Son Riesenkrankenhaus in HH veranstaltete einen Tag der offenen Tür und ein Arzt hatte mich eingeladen, dass ich zwei Schülergruppen was aus dem eigenen Patientendasein erzähle. Die zentrale Motivation war, dass man in dieser Nobelklinik ein Superessen kriegt: "Bitte zwei Eier, eins bitte weich mit Eierbecher und das andere ruhig mittelhart für die Toastschnitte." Wer mich kennt, kann sich vorstellen, dass wieder einige Bücher verkauft werden konnten. Die Jugendlichen hätten gern die Station einmal besichtigt, aber das war eine Closed-Station.  Absolut viel los, alles Selbsthilfe-Gruppen. Bin doch froh, momentan nur den sporadischen Klinikführer machen zu müssen und nicht ernsthaft lädiert zu sein. Sonst zu nichts gekommen, als ob ich auf einem anderen (Medizin)-Stern gelandet wäre. Könnte gut eine Kreativ-Pille gebrauchen leide momentan an einer Schreibblockade. Bin dauernd fotografiert worden, vielleicht komm ich ja in die "Bild": "Gerhard, geehrt mit dem Patientenpreis 2005!"


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